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Werner Rüdel holt sich den Existenzgründerpreis 2006 Niederbayern-Entscheid des StartUp-Wettbewerbs - Gewinner aus Dingolfing, Eggenfelden,Freyung und Passau - Gute Chancen auf Bayernebene von Gudrun Bergmann Eggenfelden. Die niederbayerischen Sieger des diesjährigen StartUp-Wettbewerbs - einer Initiative von Sparkasse, Stern, McKinsey und ZDF - stehen fest: Erster Preisträger der Existenzgründer in der Kategorie „Konzept“ ist Werner Rüdel aus Eggenfelden. Aus dem Raum Freyung kommen sogar zwei Gewinner: Die Thomas-Krenn.AG siegte als „Aufsteiger“, die SCS AG erlangte in der Kategorie der Existenzgründer Platz zwei. Weitere Auszeichnungen gingen an Unternehmen in Dingolfing und Passau. Die Zahl der Insolvenzen sei in den letzten Jahren erschreckend hoch gewesen, sagte Johann Fischer, Vorstandschef der Sparkasse Rottal-Inn in seiner Begrüßungsrede. „Und doch gibt es Menschen, die in diesem schwierigen Umfeld ihre ganz besonderen Chancen sehen“, fügte er hinzu. Die Gewinner des Wettbewerbs seien mit viel Fantasie, Kreativität, Engagement und unerschütterlichem Willen um ihr Unternehmen bemüht und hätten daher die Auszeichnung verdient. Preisträger Werner Rüdel überzeugte die Jury aus Vertretern der Sparkasse, des Hans-Lindner-Instituts, der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und der IHK Passau mit seinem international patentierten Drehfix-System. Der gelernte Schreiner entwickelte ein Befestigungssystem für Heizung, Sanitär, Holzbearbeitung und Elektrotechnik. „Es war immer schon mein Hobby, Dinge zu erfinden und zu entwickeln“, erklärt der 40-jährige. 15 Patente habe er in den vergangenen 20 Jahren angemeldet. Drehfix sei sein größtes Projekt: „So etwas entwickelt sonst der Entwicklungsstab einer Firma mit 100 Mann“, sagt er. Für den ersten Platz bekam er Urkunde, Pokal und einen Scheck über 2000 Euro. Die Laudatio hielt Johann Fischer. Platz zwei im Bereich der Existenzgründer, dotiert mit 1500 Euro, ging an den Pockinger Michael Liebl, Gründer der Quarkpack GmbH. Seine Unternehmensidee: Quarkpackungen. Der Physiotherapeut mit Praxis in der Nähe von Schärding baut auf die heilende Wirkung von Quark bei Sportverletzungen, Sonnenbrand, Entzündungen und Prellungen. „Meine Patienten haben sich immer über die Schmiererei bei Quarkpackungen beklagt. Nun habe ich eine Kompresse mit Quark in pulverisierter Form entwickelt“, erklärt er. Der Preis wurde ihm von Ulrich Sengle, stv. Vorstand der Sparkasse Passau, überreicht. Den dritten Platz der Existenzgründer erreichte die im September vorigen Jahres gegründete SCS - Supply Chain Services AG aus Freyung. Die Vorstände Dietmar Hoffmann, Richard Niederländer und Arthur Winkler nahmen den Preis in Höhe von 1000 Euro von Erwin Bumberger, Direktor der Sparkasse Freyung-Grafenau, entgegen. Überzeugt hatten die bereits berufserfahrenen Gründer, die bis zum Verkauf an Kühne und Nagel beim Transportunternehmen Häring beschäftigt waren, durch ihr Konzept im Bereich Transportmanagement und Logistikprozesse. Sieben Mitarbeiter sind derzeit in dem Unternehmen mit Firmensitz in Schönberg beschäftigt. Bis Ende 2006 sollen es 25 Mitarbeiter werden. „Wir wollen Transportketten und Informationsflüsse in und zwischen Unternehmen optimieren“, sagt Winkler. Zwei Sonderpreise wurden von der StartUp-Jury vergeben: Der Dingolfinger Martin Widbiller wurde in der Kategorie „Unternehmensnachfolge“ mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Gerhard Schecher, Direktor der Sparkasse Dingolfing-Landau. Zu Beginn des Jahres hatte der 25-jährige Elektroinstallateur das 1977 vom Vater gegründete Elektrogeschäft in Dingolfing als Geschäftsinhaber übernommen. Als „Aufsteiger“ wurde die Freyunger Thomas-Krenn.AG ausgezeichnet. Vorstand Christoph Maier nahm den Scheck über 1000 Euro von Sparkassendirektor Bumberger entgegen. Das Unternehmen sei für seine Schnelligkeit bekannt, sagte Bumberger. Seit 2002 habe die Thomas-Krenn.AG den Umsatz von drei auf elf Mio. Euro erhöht. Die Mitarbeiterzahl stieg von zwei auf 50; mindestens drei Auszubildende sollen dieses Jahr eingestellt werden. 6000 Kunden in 18 Ländern würden inzwischen innerhalb von 24 Stunden mit individuell konfigurierbaren Servern beliefert. „Und wir wollen im Bayerischen Wald bleiben“, betont Vorstand Maier. Die bayernweite StartUp-Entscheidung fällt am 17. Mai in Nürnberg. Dabei ist die Thomas-Krenn.AG unter den besten drei Aufsteigern, Werner Rüdel unter den besten sechs Gründern. Auch bei der bundesweiten Auswahl seien beide Firmen unter den Favoriten. |
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